Kulturanalyse - Der 1. Schritt zur (Weiter-)Entwicklung einer agilen, krisenfesten Organisation

Meine Kollegin Christiane Richter (Conversio Change Management UG) und ich erleben immer wieder, dass Unternehmen agiler werden wollen, schneller, anpassungsfähiger. Gerade in Krisenzeiten wünschen sich wohl viele Menschen, in einem Unternehmen zu arbeiten, das mit geballter Power der Mitarbeiter schnell neue gewinnbringende Ideen entwickelt, wo die Menschen eher zusammenrücken als das Vertrauen zu verlieren und das in der Lage ist, die unerwartete Bedrohung ohne viel Schaden zu überstehen. 

   

   Wie nehmen Sie die Kultur Ihrer Organisation in diesen Tagen wahr? 

Wie steht es mit deren Anpassungsfähigkeit, dem Umgang mit der Corona-Krise und bestimmt passierten Fehlern in neuartigen Situationen? War es schnell möglich, Homeoffice und Videocalls zu nutzen ohne viele Reibungsverluste? Wurde die Kurzarbeit so kommuniziert, dass trotzdem noch Motivation für die Arbeit und Vertrauen in die Unternehmensführung bestehen? Und vertrauen die Führungskräfte darauf, dass ihre Mitarbeiter sich auch im Homeoffice für den Job engagieren? Kommt noch Sonne durch die Gewitterwolken oder wie gereizt und problemorientiert ist die Kommunikation gerade?  

 

Wahrscheinlich wird es je nach Unternehmen viele unterschiedliche Antworten und vor allem Erklärungen zu diesen Fragen geben. Sich damit auseinanderzusetzen, ermöglicht uns aber in jedem Fall besser zu verstehen, wie hoch der aktuelle Grad der Agilität der Organisation ist.

Und das ist für uns immer der 1. Schritt zur Weiterentwicklung. 

 

 

Sie wollen Ihre Organisation verändern? Machen Sie sich Ihre Ausgangslage bewusst! 

 

Für Christiane und mich ist jede organisationale Veränderung ein ganz individueller Prozess, der besser gelingt, wenn wir ein gutes Verständnis von der bestehenden Kultur haben - egal, ob mit oder ohne Krise. 

Neben einer aufmerksamen Beobachtung des vorherrschenden Verhaltens und der sichtbaren Rituale und Gewohnheiten nutzen wir im Sinne einer dialogisch-qualitativen Kulturanalyse gerne Tiefeninterviews, Fokusgruppen und interaktive Workshops, damit die Organisationsmitglieder ihre Werte, Normen und Glaubenssätze selbst besser verstehen und diese für sich sichtbarer machen können. Dabei orientieren wir uns z.B. an erprobten Diagnosemodellen wie den 10 Schritten der Kulturentschlüsselung nach Schein oder der qualitativen Kulturdiagnose nach Berner.  

Bei einem mittleren Handelsunternehmen habe ich zum Beispiel den Beginn eines Veränderungsprozesses in einem 160 Mitarbeiter starken Unternehmensbereich mit Einzelinterviews der obersten Führungskräfte, Fokusgruppen auf Führungs- und Mitarbeiterebene und einem Bereichs-Kick-Off im Sinne einer teilnehmenden Beobachtung begleitet. Allen in diesem Bereich ist nun viel bewusster, wo es eigentlich für sie hakt, was für sie schon gut läuft, welche Normen und Werte vorherrschen und welche Widersprüche im Umgang miteinander eine gute und agile Zusammenarbeit aktuell behindern.

So lassen sich Arbeitsfragen, hilfreiche Maßnahmen und Experimente zur Unterstützung des Veränderungsprozesses viel leichter und vor allem passgenau und zielorientierter ableiten, als  

                                                                  wenn man einfach mal den neusten Trend ausprobiert oder unreflektiert das macht, was bei

                                                                  andern Unternehmen schon funktioniert hat. 

Mehr zu Methoden und Vorgehensweisen bei einer dialogisch-qualitativen Kulturanalyse, zu Stolperfallen, auf die man dabei achten sollte und zu konkreten Praxisbeispielen, finden Sie u.a. in unserem Buch: Kulturtransformation - Agilität durch Entwicklung der Organisationskultur stärken.  

Für eine Unterstützung bei Ihrem Veränderungsvorhaben melden Sie sich gerne.